|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Klumpfußbehandlung nach Ponseti
Die Behandlung des idiopathischen Klumpfußes nach Ignacio Ponseti wird in Deutschland erst seit etwa Anfang dieses Jahrhunderts durchgeführt.
Die drei Behandlungsschritte des Ponseti-Konzeptes sowie die Erfahrungen, die mit dieser Methode gemacht wurden, werden im folgenden Artikel dargestellt.
- Prof. Dr. med. Johannes Hamel -
In Deutschland wurde der idiopathische Klumpfuß bis in die 80er-Jahre überwiegend mit Redressionsgipsverbänden und begrenzten dorsalen Weichteil-Entspannungen im ersten Lebenshalbjahr behandelt, bis sich die ausgedehnteren peritalaren Weichteil-Eingriffe als Standardbehandlung weitgehend durchsetzten. Mit beiden Konzepten konnten in geübter Hand in vielen Fällen gute Ergebnisse erzielt werden. Während das erstgenannte Konzept allerdings nicht selten mit der Folge von „Rezidiven“ und Restdeformitäten belastet war, traten bei den radikaleren Operationsverfahren Fehlund Überkorrekturen bei einem Teil der Patienten auf [2]; beide Konzepte erbrachten oft nur eine mäßige Mobilität der Tarsalgelenke, insbesondere des oberen Sprunggelenkes.
Erst etwa seit der letzten Jahrhundertwende konnte sich das bereits länger bekannte Ponseti- Konzept [6] hierzulande durchsetzen, nicht zuletzt durch überzeugende Ergebnisse in der englischsprachigen kinderorthopädischen Literatur und durch das eindeutige Votum betroffener Eltern, die bewusst diese Behandlungsform für ihre Kinder wählten. So wurde bereits 2005 auf der Jahrestagung der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk in Augsburg deutlich, dass sich das Ponseti-Konzept als Standardtherapie des idiopathischen Klumpfußes weitgehend etabliert hatte. In der Folge sank die Zahl der operativen Primär-Eingriffe in den meisten Zentren rasant.
Gesamter Artikel aus ORTHOPÄDIE-TECHNIK 2/08 (PDF 188KB) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|